Tolle Flyer in Word

Wie man Flyer in Word bearbeitet und welche Fehler man vermeidet

Nun ist der Tag gekommen, an dem Sie den alten Flyer aktualisieren müssen. Nichts großes, aber die Texte stimmen einfach nicht mehr. Dazu brauchen Sie niemanden von den Marketingfuzzis. So ein bisschen Textarbeit können Sie auch selbst. Fragen Sie zunächst im Marketing nach der Wordvorlage des Flyers. Dort kann es zur ersten Überraschung kommen: Optisch ansprechende Flyer wie der vorliegende würden gar nicht in Word erstellt, sondern in sogenannten Grafikdesign-Programmen wie Indesign.

Was tun bei Graphikdesign-Vorlagen anstelle von Word?

Wichtig ist, dass Sie eine digitale PDF Version des Flyers haben. So wie man Wordvorlagen in PDF-Dateien konvertieren kann, geht das auch umgekehrt. Doch erlauben Sie mir vorher, Sie einen Moment in eine Vorüberlegung zum Flyerprojekt zu führen. Ich verspreche Ihnen, dass Sie damit noch mehr Kosten sparen und gleichzeitig viele Wunschkunden anziehen werden.

Was Sie vor der Überarbeitung in Word wissen müssen:

Folgende Fragen müssen Sie sich vor dem Flyerprojekt stellen. Sie benötigen dafür 20 Minuten.

  1. Warum wollen Sie einen Flyer haben?
  2. Warum glauben Sie ist es das Mittel der Wahl? (Wünschen Kunden explizit einen gedruckten Flyer? Wollen die Mitarbeiter einen Flyer? Warum genau?)
  3. Was wollen Sie erreichen? Für wen genau ist der Flyer gedacht?

 

 

 

Oftmals heißt die nüchterne Antwort auf diese Fragen: 

Aus meiner Erfahrung mit Sachverständigen weiß ich: Viele Experten wollen etwas haben, um Kunden ruhig zu stellen. Sie möchten sich nicht vertrieblich mit dem Kunden auseinandersetzen und benötigen eine Art Ersatzvisitenkarte mit mehr Inhalt und Kontaktangaben, die möglichst nicht auf sie selbst verweisen. Bei Führungskräften wiederum ist der gedruckte Flyer beliebt, um bei marketingfernen Vorgesetzten den Eindruck erwecken, dass Sie auch diesen Bereich in ihrem Team voll im Griff haben. Wenn das auch eines Ihrer Motive sein sollte: Psst… es bleibt auf jeden Fall unter uns. Aber: nutzen Sie den akuten Bedarf, um Ihre Inhalte erfolgreicher zu machen. Beantworten Sie sich die obigen Fragen einmal von der Sicht Ihrer Kunden her.

Was nutzt Kunden mehr ein Printmedium oder online Content?

Vorsicht Fettnäpfchen: Flyergestaltung und Corporate Design

Wenn Sie wirklich auf einem Flyer beharren, kommen Sie um die folgenden Punkt nicht herum: Ist die optische Basis des alten Flyers noch aktuell? Viele Firmen verfügen über ein Corporate Design, manche sogar über eine Corporate Identity. Im Corporate Design ist genau festgelegt, wie das Firmenlogo einzubinden ist, welche Formate man nutzen kann, welche Farben möglich sind, wie die Schriftarten sein müssen und vieles mehr. Ihr Marketing kennt in der Regel das Corporate Design. Wissen Sie, ob sich dort etwas geändert hat? Wenn ja, können Sie mit Überarbeitung und anschließender Verwendung eines nicht mehr CD-konformen Flyers in Word in ein Fettnäpfchen treten. 

Mit gutem Marketing intern und extern punkten

Ich habe im Laufe meiner Marketingkarriere schon zahlreiche gedruckte Flyer wegen inhaltlicher oder gestalterischer Veraltung wegwerfen müssen. Ich schlage deshalb vor, die Inhalte, die Sie erstellen lassen möchten, nicht als Flyer, sondern online aufzubereiten. Hier meine Argumente:

Vorteile Online Content gegenüber Word-Flyer

  • mehr Interaktionsmöglichkeit für Kunden
  • Umfangreichere, zielgruppenspezifische und attraktivere Präsentation
  • Möglichkeit der multimedialen Aufbereitung
  • Mehr Flexibilität
  • Kostengünstiger
  • Zukunftsfähiger
  • Möglichkeit Nutzungsdaten für Content zu messen
  • Digitale Anfragen besser bearbeiten und nachhalten
  • Ressourcen schonen

Nutzung der interaktiven Stärken der neuen Anwendungsmöglichkeiten des Web

Bei online Informationen haben Nutzer die Möglichkeit, Kritik, Lob und Änderungswünsche in Kommentaren zu äußern oder über Verlinkungen auf verwandte Seiten und Social-Media-Portale weitere Informationen zu erschließen. Hier spricht man von Web 2.0. Ebenso ist es möglich, dass die Nutzer leichter in einen Dialog mit Ihnen starten. Dafür können Sie online vielfältige Kanäle anbieten je nach Vorliebe des Nutzers. Offline können Sie im Wesentlichen ein Rücksendeformular anhängen. Die neuen Anwendungsmöglichkeiten des Web 3.0 umfassen 3D-Simulationen, Beteiligung von Nutzern am Kreationsprozess, virtual Reality und vieles mehr. Und das Web 4.0 mit der Unterstützung von künstlicher Intelligenz steht auch schon in den Startlöchern.

Online Informationen sind flexibel

Im Netz ist es einfach, Informationen jederzeit zu ändern oder zu ergänzen. Nach dem Druck, ist es jedoch unmöglich, den Inhalt von Printmedien zu ändern. Bei der heutigen Schnelllebigkeit von Informationen dauert es nicht lange, bis Ihre Flyer veraltet sind und weggeschmissen werden müssen. 

Mehr Informationen und interessantere Aufbereitung von online Informationen

Damit ein Flyer überschaubar bleibt was Inhalt und Druckkosten angeht, muss man die Seitenzahl begrenzen. Daher muss man sich auf die wichtigsten Informationen konzentrieren. Der Flyer wird daher immer nur eine bestimmte Auswahl an Zielpersonen wirklich gut mit Informationen vesorgen können. Online sind Ihnen keine Grenzen gesetzt, was die Fülle und die Aufbereitung der Informationen angeht. Hier können nahezu alle Inhalte und Ideen veröffentlicht werden. Über eine entsprechende Struktur können Sie sich auch an verschiedene Zielpersonen richten und die Inhalte jeweils mit anderen einstiegen und anderer Aufbereitung präsentieren. Ein großer Vorteil, denn je mehr Themen und Details Sie abdecken, desto mehr Buyer Personas sprechen Sie an. 

Kosten sparen und gut informieren

Online bereitgestellter Content ist erheblich günstiger als in Printmedien aufbereiteter Content.

Digitale Informationsbereitstellung ist Pflicht, um zukunftsfähig zu bleiben

Um sich über ein bestimmtes Thema zu informieren, nutzen immer mehr Menschen ihren Computer. Dies trifft insbesondere auf die jüngeren Generationen ab Geburtsjahr 1990 zu, aber auch Berufstätige der Jahrgänge zuvor setzen immer mehr auf Google. Es ist schlicht bequemer. Ein Stichwort wird in die Suchmaschine getippt und schon bekommt man das gezeigt, was man gesucht hat. Dieser Trend ist unumkehrbar. Verlassen Sie sich darauf, dass die digitale Informationssuche immer wichtiger werden wird.

Online Content eröffnet Ihnen die Welt des Multimedia

Zur besseren Verdeutlichung Ihrer Anwendungen und Expertisen können Sie beispielsweise Videos online einbinden. Auch Umfragen oder Downloads können Sie anbieten. Und Bilder und Teste können Sie sowieso verwenden. Interaktive Formulare sorgen für die direkten Kundenanfragen in Ihr E-Mail-Postfach. Diese breite Anwendungspalette haben Sie bei Flyern nicht.

Messbarkeit von online Marketing Maßnahmen

Bezogen auf online Aktivitäten können Sie mit der Zeit sogar beweisen, dass Nutzer nachweislich auf die Seite gehen und ein bestimmtes Angebot nutzen oder beispielsweise mit Ihnen Kontakt aufnehmen. Die Messbarkeit im online Marketing ist ein großer Vorteil. Und wenn Sie messen, dass die Nutzer Ihre Angebote nicht annehmen, dann wissen Sie wenigstens, dass es nicht so funktioniert, wie sie wollten und sie können sich etwas Anderem zuwenden.

Anfragen digital besser erfassen und bearbeiten

Auch für Ihre internen Abläufe ist es von Vorteil, wenn der potenzielle Kunde seine Daten gleich online in ein Angebotsanfrageformular oder ähnliches eingibt. Sie oder Ihr Team muss die Kundendaten nicht händisch in irgendwelche Systeme übertragen, wobei Fehler passieren können. Sie haben alles leserlich in digitaler Form. Vielleicht ist Ihre Firma ja fit und bietet über eine sogenannte API Schnittstelle einen direkten Eintrag von online Formularen in Ihr CRM System an. Aber machen Sie sich keinen Kopf, wenn so etwas nicht möglich ist. Schon ein digitaler Eingang in einem schnöden Infopostfach ist bereits besser als Faxe oder Postzustellungen, die dann irgendwo im Hause herumfliegen und auch mitunter verschludert werden.

Beitrag zum Umweltschutz

Daten zu unnötigem Papierdruck und Waldsterben: Deutschland ist der größten Papierkonsumenten weltweit. Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich 242 Kilogramm Papier pro Jahr (2019). Trotz Altapierrecycling entspricht dies immer noch einer jährlichen Abholzungsfläche von 40.000 Fussballplätzen. Der Papierkonsum steigt bei uns trotz Wiederverwertung und online Kommunikation seit Jahrzenten unaufhörlich an. Unser Bedarf wird vor allem durch Holzimporte gedeckt. Hauptlieferlant ist Brasilien, wo der Regenwald gerade seinen finalen Todesstoß versetzt bekommt. Muss ich weiter erzählen? 

Wenn sie gute Inhalte haben, die Ihren Kunden nutzen,

dann ist das eine gute Sache.

Der Wahrheit des realen Kundenutzens kann sich niemand verschließen. 

Wo Ihnen professionelles Printmaterial nutzt

Ich will Ihnen den Flyer nicht komplett ausreden. Manche Flyer enthalten ebenfalls Rückmeldungsoptionen für potenzielle Kunden und werden genutzt. Unklar bleibt, ob die Nutzer nicht lieber online gegangen wären. Man kann zum Beispiel am besten den ganzen interessanten Inhalt online stellen und dann drucken Sie nur noch eine kleine Auslegekarte im Din Lang Format mit einem Smartcode, der auf die Webseite verweist. 

Beispiel Printmaterial/ Flyer in Kombination mit online Content

Ergänzen Sie das obige Beispiel der Auslegekarte mit einem kleinen Gespräch mit dem Kunden darüber, was Sie bieten können. Es ist die beste Empfehlung auf offline Events, wenn der Kunde Sie als angenehmen, kompetenten Geschäftskontakt erlebt. Dann geben Sie noch Ihre Visitenkarte, die Fundstelle im Netz und lassen sich am besten auch noch dessen Visitenkarte geben. Das sind die besten Voraussetzungen, um den Interessenten von sich zu überzeugen. Dazu brauchen Sie keinen Printflyer.

Contentmarketing lohnt sich

Sie werden bald feststellen, dass es lukrativ ist, online gefunden zu werden. Geben Sie dem Marketing eine Chance, Sie zu überzeugen. Ihr Marketing Manager geht für Sie auf die Suche nach interessanten Inhalten und bereitet selbige für Ihren Fachbereich auf. Er sucht über spezielle Tools danach, was Ihre Zielgruppe im Netz interessiert und sorgt dafür, dass Ihr Content bei Google gut rankt. Sein Ziel ist es außerdem, dass die Interaktion der Kunden mit Ihnen über die Webseite klappt. Dazu werden verschiedene Aufforderungen zur Kontaktaufnahme installiert, die sogenannten Call-to-Actions. Und schon bald erfreuen Sie sich an einem steten Strom von Anfragen in Ihr CRM oder Posteingang. Im B2B Bereich ist dies bisweilen nicht so zahlreich wie im B2C Bereich, aber auch ein Plus von 10% qualifizierter Anfragen im Monat ist wertvoll. 

Wie man Flyer in Word bearbeitet

Und für alle, die ich jetzt immer noch nicht überzeugen konnte, hier die ultimativen Anleitungen für die Umwandlung eines beliebigen PDFs aus Ihrer Firma in Word. Alternativ auch die Anleitung für Änderungen in einem Flyer direkt in Adobe PDF. Einfach unten auf die Bilder klicken. Viel Erfolg! Und vergessen Sie nicht mit Ihrem Marketing Manager über Ihr zukünftiges Contentmarketing zu sprechen.